Eigener Herd ist Goldes Wert
Im Frühjahr und im Herbst muss man wieder raus in den Garten, um Bäume auszudünnen und Stauden zurück zu schneiden
Das ist nicht immer ganz so einfach. Wenn man hohe Bäume hat und es mit der Motorsäge zu gefährlich wird, muss man mit der Handsäge ran. Dann ist es gut, wenn man Handschuhe hat, die im wahrsten Sinne des Wortes schnittfest sind. Man bekommt sie unter anderem in Läden für Armeebekleidung und sie halten wirklich einiges aus. Man sollte allerdings immer darauf achten, dass man so eine Arbeit nicht alleine macht. Es kann immer mal was passieren. Zum Beispiel, dass man ausrutscht und halb im Baum hängen bleibt. Oder das sich die Leiter selbstständig macht. Doch wenn alles gut gegangen ist, hat man einen riesigen Haufen voller Äste. Was macht man jetzt am besten damit? Alle schreddern? Wenn man einen Kamin hat oder noch eine alte Kochmaschine sein eigen nennen darf, dann hat man jetzt Brennholz ohne Ende. Mit der Astschere trennt man erstmal die größeren, gegabelten Äste. Danach kann man mit der Rosenschere alle kleinen Ästchen abknipsen und in ca. zwanzig Zentimeter lange kleine Stöckchen schneiden. Die sind zum Anfeuern optimal. Bei den größeren Ästen, die dann von allen Restblättern und kleinen Ästen befreit wurden, ist es am besten, wenn man zu zweit arbeiten kann. Einer hält den Ast fest und der andere schneidet ihn mit der Astschere kleine Stücke. Danach sortiert man nach dünnen und dicken Ästen.
Gestapelt werden sie dann vorzugsweise in einer Ecke des Gewächshauses. Dort können sie ca. zwei bis drei Jahre trocknen. Sitzt man dann im Herbst auf seiner Terrasse, auf der sich eine Kochmaschine befindet, geht man ins Gewächshaus, holt sich einen Korb getrocknetes Holz, legt etwas Zeitungspapier und kleine, dünne Holzstückchen zuunterst in den Herd und feuert an. Darauf kommen dann, wenn das Feuer an ist, die großen Holzstücke und schon hat man einen muckelig warmen Draußenplatz.